[Rezension] „Suche mich nicht“ von Harlan Coben

Suche mich nicht

Da ich ja erst seit kurzem wieder Thriller lese, war mir bisher noch kein Buch von Harlan Coben über den Weg gelaufen – weder hatte ich etwas von ihm gelesen noch jemals von ihm gehört. Doch neulich in der Buchhandlung sah ich dann „Suche mich nicht“ von dem Autor. Cover und Klappentext konnten mich direkt überzeugen und das Buch kam mit mir nach Hause.

Darum geht es: In der Familie von Simon und seiner Frau Ingrid ist nichts mehr so, wie es wahr. Es ist noch gar nicht so lange her, da waren sie noch eine glückliche Familie: Vater, Mutter und drei tolle Kinder. Doch ihre älteste Tochter Paige hat sich von ihnen ab- und den Drogen zugewandt. Was haben sie nicht schon alles versucht, um sie zu retten. Doch nun wird Paige vermisst – und will scheinbar von niemandem gefunden werden. Aber Simon gibt nicht auf, er dringt immer tiefer in ihre Welt ein, um seine Tochter zu retten. Ist das überhaupt noch möglich?

„Sie drehte sich immer noch nicht zu ihm um.
Dann rannte sie los.“ (S. 22)

Wie oben schon gesagt, war mir Harlan Coben bis vor kurzem noch kein Begriff – dabei scheint er in der amerikanischen Krimiszene zu den ganz Großen zu gehören und hat dort die drei wichtigsten Krimipreise erhalten. Obwohl ich bisher nur dieses eine Buch von ihm gelesen habe, kann ich das absolut nachvollziehen. Coben schreibt sehr einnehmend und verknüpft dabei auf eine fesselnde Art die persönliche Geschichte von Simon und seiner Familie mit einer Reihe von Mordfällen. Geschickt wechselt er zwischen den einzelnen Erzählperspektiven, so dass sich Seite für Seite mehr von dem Gesamtbild zeigt.

Für mich ist das Ende eines Thrillers immer das Wichtigste: Schafft es der Autor mich hiermit zu überzeugen? Werden am Ende alle losen Fäden sinnvoll verknüpft und ist die Auflösung auch nicht an den Haaren herbeigezogen? Kurz und knapp: Ja! Das Ende hat es in sich. Und wenn man denkt, man wäre nun schon am Ende angekommen, überrumpelt Coben den Leser ein weiteres Mal. Sehr gelungen!

Mir hat „Suche mich nicht“ richtig gut gefallen. Harlan Coben konnte mich mit seiner tollen Schreib- und gekonnten Erzählweise so an das Buch fesseln, dass ich förmlich an den Seiten geklebt habe. Dies wird mit Sicherheit nicht das letzte Buch des US-amerikanischen Autors sein, dass ich verschlingen werde. Volle Punktzahl und damit 10 von 10 Sternen!

stern 10

Suche mich nicht – Harlan Coben – Klappbroschur – 480 Seiten – 15,00 € – ISBN: 978-3-442-20545-5 – erschienen: Juni 2019 (Goldmann) – Übersetzung: Gunnar Kwisinski

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