[Tag] 7 Deadly Sins of Reading

Diesen lustigen Tag (Täääg 😉 ) habe ich euch neulich schon im Sonntagsgeplauder vorgestellt. Entdeckt habe ich ihn auf fruehlingsmaerchen, ursprünglich stammt er wohl von hier.

Gier
Welches ist dein teuerstes Buch und welches das günstigste?

Das teuerste Buch ist sicherlich „Das Buch der 1000 Bücher“ aus dem Harenberg Verlag. Das ist so ein Buch, das ich mir nicht selbst kaufen würde, weil es wirklich ziemlich teuer ist. Deswegen habe ich es mir vor einigen Jahren von meinen Eltern schenken lassen. Bisher habe ich noch nciht so ausführlich darin gestöbert, wie das Buch es verdient, aber das kann ich ja noch nachholen. (Derzeit weilt es allerdings im Keller meiner Kölner Wohnung.)

Das günstigste Buch wüsste ich jetzt gar nicht zu benennen. Leider werden Bücher in meiner Wahrnehmung durch die Einführung der Klappbroschur immer teurer. Nur wenige Verlage bringen direkt das günstige Taschenbuch heraus.

Zorn
Mit welchem Autor führst du eine Hass-Liebesbeziehung?

Als allererstes fielen mir hier Joy Fielding und Sebastian Fitzek ein. Ich mag ihre Bücher, aber ich mag  das Ende meist so gar nicht, deswegen lese ich von ihnen auch keine Bücher mehr, denn der Schluss eines Buches ist einfach unheimlich wichtig für mich.

Außerdem könnte ich hier Kevin Brooks nennen, der teilweise richtig gut und dann wieder auch wirklich schlechte Bücher schreibt. Wenn von diesem Autor ein neues Werk erscheint, bin ich immer sehr hin und her gerissen, ob ich es lesen soll oder nicht.

Aber grundsätzlich gilt eigentlich: Autoren, die ich wirklich liebe, hasse ich nicht, denn ansonsten würde ich sie ja nicht lieben. Ähm, ja…

Völlerei
Welches Buch hast du immer und immer wieder genüsslich verschlungen?

Bestimmt einige Pferdebücher aus meiner Kindheit. Ich kann mich noch an ein ganz dickes Buch mit ganz dünnen Seiten erinnern. Es enthielt irgendwie insgesamt vier oder fünf einzelne Bücher. Hach ja, da konnte man schön abtauchen. Ansonsten bin ich nicht unbedingt der Mensch, der Bücher mehrfach liest. Ausnahmen sind hier z.B. die Harry-Potter-Bücher, „Gut gegen Nordwind“ und „Der Prinz von Pumpelonien“.

Demnächst würde ich tatsächlich die Harry-Potter-Bücher gerne nochmal lesen und mit Nanni steht eigentlich noch ein Re-Read von „Wer die Nachtigall stört“ an.

Faulheit
Welches Buch hast du bisher vernachlässigt zu lesen, weil du zu faul warst?

Ich habe vor einigen Jahren „Die Geschichte der Israelis und Palästinenser“ angefangen. Ich fand das Buch auch wirklich gut zu lesen, allerdings war es auch Arbeit, weswegen ich irgendwann aufgehört habe. Gerade vor ein paar Wochen habe ich es einer Freundin von mir geliehen, die Geschichtslehrerin ist. Ich denke, da ist es gerade besser aufgehoben.

Stolz
Über welches Buch redest du am häufigsten, um wie ein intellektueller Leser zu wirken?

Grundsätzlich lese ich nicht, um damit anzugeben. Ich lese vor allem das, was mir gefällt und das ist meistens nicht zum Angeben geeignet. Wenn ich uuunbedingt intellektuell wirken müsste, dann würde ich aber wohl über „Mutter Courage“ von Bertolt Brecht reden, weil es mir ziemlich gut gefallen hat und ich darüber eine Staatsexamensprüfung gemacht habe.

Wollust
Welche Charaktereigenschaften findest du an männlichen/weiblichen Figuren am attraktivsten?

Ich wollte gerade anfangen, mal wieder über Arlen Strohballen, seinen tollen Körper und seine Tätowierungen zu schwärmen, als ich nochmal genau gelesen habe: Charaktereigenschaften. 😀

Hmm, ich glaube, an männlichen Protagonisten schätze ich vor allem Humor und Selbstironie, ein gewisses Selbstbewusstsein und Stärke. Und ich mag Protagonisten mit Ecken und Kanten, die eben nicht perfekt sind. Bei weiblichen Figuren mag ich selbstbewusste und untussige Protagonistinen, die ihr Leben selbst in die Hand nehmen, sich aber auch nicht scheuen, Hilfe anzunehmen.

Ich verweise an dieser Stelle trotzdem nochmal auf das [Buchgeflüster hoch zwei] von Nanni und mir zum Themen „Ein Protagonist für jede Lebenslage“.

Neid
Welche Bücher möchtest du am liebsten als Geschenk erhalten?

Ich habe in den kommenden Tagen Geburtstag und habe mir folgende Bücher gewünscht:

  • „Der große Trip: Tausend Meilen durch die Wildnis zu mir selbst“ – Strayed
  • „Stimmen“ – Poznanski
  • „Schneeriese“ – Kreller
  • „Die Geschwister Gadsby“ – Farrant

Danach habe ich noch „Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek“ entdeckt und würde es auch total gerne haben. Außerdem hätte ich geren „Weißer Schrecken“ von Thomas Finn, das es nämlich nur noch gebraucht zu kaufen gibt. Signiert wäre natürlich toll. 😀

Nicht dass ihr denkt, hiermit wäre meine Wunschliste erschöpft, aber irgendwann muss man ja mal Schluss machen. 🙂

Falls jemand von euch den Tag schon gemacht hat oder jetzt Lust darauf bekommen hat, freue ich mich über den Link in den Kommentaren. 🙂

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[Blogparade] Drei Buchempfehlungen zu Weihnachten 2010

Heike Huslage-Koch hat auf ihrem Blog Lesekreis dazu aufgerufen, auf seinem Blog drei Bücher zu nennen, die man als Weihnachtsgeschenke empfehlen würde. Ich möchte hier drei Bücher nennen, die ich so ziemlich jedem empfehlen kann, also unabhängig von Genre-Bevorzugungen. Das heißt für mich, dass extreme Thriller wie zum Beispiel „Der Todeskünstler“ von Cody McFadyen oder grandiose Fantasybücher schon mal aus dem Spiel sind.

Hier also meine drei Empfehlungen für schöne Buchgeschenke unter dem Tannenbaum!

Das Gleichgewicht der Welt„Das Gleichgewicht der Welt“ von Rohinton Mistry:

Ein Buch, das mich wirklich sehr berührt hat. Mit einer wirklich überragenden Erzählkunst schildert der Autor eindrucksvoll das Leben verschiedener Persönlichkeiten im Indien der 70er Jahre. Besonders fazinierte mich hierbei, mit welcher Wortgewalt der Autor Bilder erschaffen hat, die mich sehr berührt haben. Immer wieder bin ich zu meiner Mutter gegangen und habe ihr einige Zeilen vorgelesen. Die Geschichte ist fröhlich und traurig zu gleich und somit für mich realistisch, denn vermutlich ist das Leben der meisten Menschen nicht schwarz oder weiß, sondern eine Mischung aus beidem.

Der Joker„Der Joker“ von Markus Zusak:

Auch dieses Buch habe ich sehr geliebt. Es lebt vor allem und in erster Linie von seinen absolut liebenswerten Charakteren, allen voran die tolle, unperfekte Hauptperson. Nebenher verbindet der Autor innerhalb dieses Buches viele berührende Einzelgeschichten, die mich teilweise zu Tränen gerührt haben. „Der Joker“ ist eigentlich ein Jugendbuch, doch würde ich es als „All Ager“ bezeichnen. Meine Mutter hat es bereits gelesen und mochte es genauso wie ich.

Fee„Fee. Schwestern bleiben wir immer“ von Monika Feth:

Meine letzte Empfehlung, die vermutlich genreübergreifend gerne gelesen wird, ist dieses einfach wundervolle Buch von Monika Feth. Das Thema „Tod in der Familie“ und „Abschiednehmen“ wird sehr einfühlsam beschrieben. Das Buch hat es in sich und sollte vielleicht nicht von zu mitfühlenden Menschen gelesen werden. Trotzdem mochte ich es sehr gerne und habe es auch schon reichlich weiter empfohlen. Ich bin auf die ersten Rückmeldungen sehr gespannt